Strom aus der Sonne

Die Photovoltaik-Technik wandelt das Licht der Sonne direkt in elektrischen Strom um. Sie hat von den regenerativen Energien das größte Potenzial. Dennoch deckte die Energie aus der Sonne in Deutschland in 2011 erst vier Prozent des Stromverbrauchs. Seit einigen Jahren erlebt Deutschland jedoch eine regelrechte Überflutung mit neuen PV-Anlagen. Besonders private Hauseigentümer nutzen verstärkt die Möglichkeit, Strom mit Photovoltaikmodulen auf dem Dach zu erzeugen und in das Netz einzuspeisen.

Niedersachsen liegt im bundesweiten Vergleich mit der Stromerzeugung aus Photovoltaikanlagen auf Rang vier. Im Netzgebiet von Avacon sind inzwischen über 20.000 PV-Anlagen installiert und an das Netz angeschlossen, in den vergangenen Jahren sind jeweils etwa 6.000 neue Anlagen hinzugekommen.

Die rasante Verbreitung der Photovoltaik stellt die Netzbetreiber im Hinblick auf die Strominfrastruktur vor ganz neue Herausforderungen. Machte sich die dezentrale Erzeugung bisher vorrangig im Mittel-, Hoch- und Höchstspannungsnetz bemerkbar, so zeigen die vielen kleinen privaten PV-Anlagen Auswirkungen im Niederspannungsnetz. Um diese Auswirkungen und innovative Lösungen für deren Handhabung zu untersuchen, hat Avacon die Modellhaushalte jeweils mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, so dass eine möglichst hohe Durchdringung von PV-Anlagen im Niederspannungsnetz erreicht wird – so wie die Netzsituation in den nächsten Jahren erwartet wird. Damit soll die Auswirkung der Einspeisung von Strom aus Sonnenenergie im Zusammenspiel mit dem Verbrauchsverhalten der Modellteilnehmer auf die Netze untersucht werden.

 

© Avacon Internet 2015     Impressum         Disclaimer